Vorab, es geht hier nicht um die Art von Angst, die jemandem das Leben unerträglich macht und von einem Arzt oder Psychologen behandelt werden soll, es geht hier um Ängste, die lediglich das Wohlbefinden etwas beeinträchtigen, wer also schwere Traumen o.ä. hat wende sich bitte an einen Fachmann.
1. Angst – völlig unbegründet
Bei mir war die sog. Spinnenphobie, also die panische Angst vor Spinnen bis vor wenigen Jahren ein ständiger Begeleiter. Vor allem die Hauswinkelspinnen, die man hin und wieder des nächtens beim Gang zur Toilette flüchten sieht, hat bei mir einen Angstlevel von 10 (auf einer Skala von 1 bis 10) ausgelöst, obgleich diese Tiere absolut harmlos sind. Ich erinnere mich, als Kind ist mir so ein Tier mal über die Kleidung gelaufen, ich wär fast tot umgefallen, vor lauter Schreck und Angst.
Die Angst vor Spinnen, zumindest bei denen die in D heimisch sind, ist absolut ungebründet, mit Ausnahme des Dornfingers, der zwar die menschliche Haut durchdringen kann, was zumindest schmerzhaft sein dürfte.
Aber Haus- Kreuz- und Zitterspinnen sind definitv harmlos.
Wer Spinnenangst hat, dem ist diese Tatsache allerdings, so wie mir lange Zeit auch, herzlich egal, man ist dagegen völlig machtlos.
2. Angst – nun ja, man weiß ja nicht…
Vor kurzem war ich und ein Bekannter in einer Insektenausstellung, dort waren, neben vielen Spinnen, Heuschrecken und Schaben auch auch Skorpione anzusehen.
Nun, vor solch einem Gesellen hätte ich auch “Respekt”, und würde nicht ins Terrarium fassen wollen, was bei einer Vogelspinne für mich, der ich meine Phobie beseitigt habe, kein Thema wäre. An einem Terrarium lasen wir “Spaltenskorpion” doch wir konnten das Versteck des Spinnentieres nicht ausmachen. Der Veranstalter der Ausstellung bemerkte offenbar, dass wir den Skorpion nicht fanden, er öffnete das Terrarium, griff beherzt hinein und holte das Tier heraus.
Da erkannte ich die 2. Form der Angst, die kräftigen Zangen des Skorpions und der Giftstachel, so sagte mir die Vernunft, sind Hinweise darauf, dass man diesem Wesen besser nicht zu nahe kommt. Nachdem ich aber gesehen habe, wie der Experte mit dem Skorpion umgeht, hätte ich mir auch nichts dabei gedacht, ihn auf die Hand zu nehmen.
Diese Form der Angst lässt sich leicht mit Argumenten auflösen, was bei der 1. Angst (Phobie) nicht möglich ist.
3. Angst – ja, besser nicht
Wurden Sie schon mal von einer Biene oder Wespe gestochen? Ich schon, und es tut saumäßig weh! Deshalb vermeide ich es, diesen Insekten zu nahe zu kommen, was bei Bienen gut klaptt, und bei Wespen nicht immer so einfach ist, wenn sie auch Appetit auf meine Cola haben
Dennoch fällt es mir leicht, ruhig zu bleiben, und den Störenfried sanft davon zu überzeugen, dass er sich besser woanders niederlassen soll.
Bei dieser, 3. Angst geht sehr wohl eine Gefährdung aus, wer an einer Insektenallergie leidet, für den umso mehr, dennoch habe ich es noch nie erlebt, dass jemand panisch davongelaufen ist, als er eine Biene sah, im Vergleich zu einer Spinne.
So, das waren nun meine 3 Formen der Angst, wenn Sie sich das nächste mal vor etwas fürhcten, können Sie ja selbst einschätzen, ob es eher
- die begründete Angst vor einem Biennstich
- die vorsichtige Angst vor einem Skorpion, bei der Sie nicht wissen, ob sie real ist
- oder um die Irrationale Angst wie vor einer Spinne
handelt.
Viel Spaß damit!
PS. hier sind noch meine beiden Videos zur Spinnenangst, sie sehen darin auch eine Hauswinkelspinne und meine Rotknievogelspinne:
httpv://www.youtube.com/watch?v=KTrIY26DC7Y
Und hier der 2. Teil:
httpv://www.youtube.com/watch?v=qMz_ovVnzzY
Und hier noch der Link zum Blogartikel zum Thema Spinnen Angst





