Archiv für die Kategorie „Schlechte Angewohnheiten“
In meinem vorletzten Blog Eintrag ging es ja darum, dass ich keine Lust zu nix habe, sozusagen “Unmotiviert” bin.
Was ist Motivation überhaupt?
Ich meine jetzt nicht im Sinne der Motivationsindustrie, wenn es um Zielerreichung etc. geht, sondern was lässt uns z.b. Dinge tun, die wir besser nicht tun sollten, oder Dinge unterlassen, die wir tun sollten.
Ich war z.b lange Jahre Raucher, mich hat nie jemand dazu ermuntern müssen, dass ich mir eine anzünde, eher im Gegenteil. Ebenso war es mit Alkohol, und ist es nach wie vor noch mit dem Essen ;o)
Nüchtern betrachtet wissen wir ja genau, was zu tun ist, und was nicht, aber kontrollieren können wir es nicht, höchstens mal für kurze Zeit, wenn wir mal nicht rauchen dürfen, oder nüchtern bleiben müssen, aber auf lange Sicht – keine Chance.
Aber es geht doch, das Rauchen hab ich mir abgewöhnt, es ist auch kein Gefühl des Verzichtens dabei, die Motivation ist weg.
Ich muss mich weder beherrschen, noch macht es mir irgendwas aus, wenn in meiner Umgebung geraucht wird (abgesehen davon, dass es übel stinkt) aber es kam mir nie sowas wie “jetzt will ich auch eine” in den Sinn.
Eben so beim Alkohol, sowas trink ich eigentlich überhaupt nicht mehr, höchstens mal nen Pflaumenlikör beim Asiaten zum Essen, vielleicht 1x im Monat, aber sonst – nix.
Nun zur Angst
Wenn uns die Motivation dazu bringt, etwas zu tun, dann hält uns die Angst davon ab, etwas zu tun.
Fazit:
Diese beiden “Kräfte” richtig eingesetzt, könnte uns doch erheblich weiter bringen oder?
Vielleicht ist der Begriff “Angst” nicht der richtige, eventuell wäre “Unlust” besser. Man stelle sich vor, wir hätten alle keine Lust mehr, das Falsche zu tun, und hätten nur noch Freude daran, was uns und unsere Mitmenschen weiterbringt, ohne dass wir uns dazu zwingen müssten.
Wenn jemand weiß, wie es geht, bitte hier nen Kommentar hinterlassen ;o) Ich forsche derweil auch weiter.

Aschenbecher
Heute auf dem Dachboden entdeckte ich meinen kleinen blauen Aschenbecher, der mich an frühere Zeiten erinnerte.
Ja, ich habe geraucht, ist zwar nun schon ein paar Jahre her (3 oder 4) aber ich erinner mich noch gut daran, wie gerne ich den Blauen Dunst eingeatmet habe.
Den Aschenbecher habe ich aufgestellt, als ich mal aufgeräumt habe, um die Kippe abzulegen, wenn ich mal beide Hände frei haben musste.
Nüchtern betrachtet ist Rauchen so ziemlich das dümmste, was Mensch überhaupt tun kann:
- es kostet viel Geld
- Man stinkt (ja, als Raucher merkt man das nicht)
- Man wartet ständig auf die nächste Gelegenheit, eine durchzuziehen
- Von den gesundheitlichen Aspekten will ich gar nicht erst anfangen…
Der einzig positive Effekt ist vielleicht der Soziale Kontakt, wenn man mit einer Handvoll gleichgesinnter draussen steht, weil im Gebäude Rauchverbot herrscht.
Aber sonst?
Die emotionalen Aspekte überwiegen die praktischen wohl um ein vielfaches, denn sonst gäbe es keine Raucher.
Was genau das Nikotin im Gehirn/in der Psyche anstellt, darüber gibt es einige Bücher, ganz besonders kann ich hier das allbekannte Buch: “Allan Carr – Endlich Nichtraucher” empfehlen, das gibs zum Preis einer Schachtel Zigaretten im Buchhandel.
Ein paar Tipps aus meiner Erfahrung:
- Nicht aufhören, weil man muss, sei es wegen Partner oder sonstigem (Gesundheit etc.) Die Entscheidung muss aus der Vernunft heraus getroffen werden, nicht aus Angst vor irgendwelchen Konsequenzen, das erzeugt Stress und Stress ist einer der Hauptgründe, warum man zur Zigarette greift.
- Tief durchatmen – Wir Europäer atmen zu wenig tief, von den Ureinwohner Hawaiis wurden wir sogar “Atemlose genannt. Nur beim Rauchen füllen wir unsere Lungen richtig. Einfach mal ausprobieren, wenn irgendwo nicht geraucht werden darf, und das Verlangen zu groß wird, einfach TIEF durchatmen, und die Lust eine Kippe wird rapide sinken.
- Erkenntnis darüber, dass Rauchen nichts positives hat, es aber auch nicht verurteilen. Es ist weder gut noch schlecht, es ist einfach.
- Die emotionalen Aspekte Auflösen, z.b. durch EFT (TM) oder sonstige Techniken. Bei mir war es z.b. so, dass ich mich sehr stark mit dem Rauchen identifiziert habe, Rauchen war ein Teil meiner Persönlichkeit geworden, und das ist, so blödsinnig es sich anhört, nicht zu unterschätzen.
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