Je älter wir werden, umso schwerer fällt es uns, neue Dinge zu erlernen, wobei es weniger darum geht, dass wir es nicht mehr könnten, sondern eher, dass wir es nicht wollen, bzw. uns nicht zutrauen, dass wir es lernen können.
Noch bevor wir wirklich loslegen zu lernen, sehen wir uns das fertige an, und denken: “oh mei, is des viel.”
Neulich fragte mich ein guter Freund, ob wir nicht zusammen Squash spielen könnten, ich hab mir das zwar öfters angesehen, fand es aber ziemlich anstrengend, wenn nicht gar kompliziert, da in dem Würfel einem Ball nachzulaufen.
Ich lies mich also doch überreden, und absolvierte die erste Stunde:
- Erstmal ging es darum, überhaupt den Ball zu treffen
- Dann musste er so geschlagen werden, dass er nicht in die verbotenen Bereiche hüpft
- Anschließend lernte ich abzuschätzen, wo der Ball landen wird, abhängig davon, wie kräftig mein Bekannter draufhaut
- Weiters lernte ich, wie ich den Ball schlagen muss, damit ihn mein Bekannter nicht mehr erwischt ;o)
- Auch der Körper muss sich erst noch an das neue Spiel gewöhnen, Muskelkater eingschlossen.
Man sieht also, es ist eine ganze Menge zu lernen, sogar bei einer relativ einfachen Sportart wie Squash (ich mein jetzt im Gegensatz zu diversen Mannschaftssportarten), aber dennoch lässt sich alles lernen, wenn man nur langsam Schritt für Schritt vorgeht.
Vom Einfachen zum Schweren, erst den Ball treffen, dann lernen, wo er auftreffen soll usw.